Was ist die klinische Psychoneuroimmunologie (kPNI)?

Text Kontext in kPNI

Medizin vernetzt verstehen

Unsere Mission ist es, Betroffenen verständlich zu zeigen, wie Körper und Psyche zusammenarbeiten, und gemeinsam Wege zu finden, mit möglichst gezielten, gut umsetzbaren Veränderungen weniger Beschwerden und bessere Lebensqualität zu erzielen.

Häufig liegt die Lösung an einem anderen Ort als dort, wo das Symptom auftritt – und oft können bereits kleine Veränderungen eine grosse Wirkung entfalten. Veränderungen in einem Bereich beeinflussen dabei immer auch andere Ebenen des Systems. In einem fortlaufenden Prozess werden die Massnahmen gemeinsam überprüft, ausgewertet und Schritt für Schritt angepasst.
Konkrete, individuell angepasste Interventionen können sein: Das gemeinsame Verstehen des Problems und seiner Entstehung, die Entwicklung gesundheitsfördernder Verhaltensweisen, eine passende Ernährungs- und Nährstoffstrategie, gezielte Bewegung, chronobiologische Massnahmen, angepasste Atmungstechnik sowie Methoden zur Stress- und Emotionsregulation.

kPNI ein ganzheitliche Therapieform

Anamnese Untersuchung und Behandlung in kPNI

Bei welchen Beschwerden und Symptomen hilft kPNI?

… bei akuten und chronischen Schmerzen
… bei wiederkehrenden Entzündungen und Autoimmunerkrankungen
… bei Verdauungs- und Stoffwechselproblem wie Reizdarm, Übergewicht, Blutzuckerprobleme
… bei hormonellen Problemen z.B. Schilddrüse, Zyklus, Wechseljahre, Kinderwunsch
… bei chronischer Erschöpfung, Fatigue, Schlafstörungen und Stressbelastung
… bei psychischen Belastungen wie Angst, Depression, Burnout und innerer Unruhe
… bei komplexen, wiederkehrenden oder unklaren Beschwerden
PUBLIKATIONEN

Welche Art von Fachleuten übt diese Disziplin aus?

In kPNI ausgebildete Personen stammen aus dem Gesundheitswesen. Verschiedene Grundberufe sind vertreten, wie Physiotherapie, Osteopathie, Naturheilpraxis, Ernährungsberatung, Zahnmedizin, Medizin, Psychologie.

Geschichte der PNI und Entstehung
der kPNI

Der US-amerikanische Psychologe Robert Ader konnte in den 1970er-Jahren erstmals wissenschaftlich nachweisen, dass psychische Prozesse einen direkten Einfluss auf das Immunsystem haben. Damit legte er den Grundstein für die Psychoneuroimmunologie (PNI) Zu Mitbegründern zählen auch der Immunologe Nicholas Cohen und der Neurologe David Felten, sowie Hugo Besedovsky, Adriana del Rey, die auf die gegenseitige Beeinflussung von Psyche, Nervensystem und Immunsystem beschrieben haben. Die PNI ist ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem untersucht (oft mit Laborparametern wie Zytokine, Stresshormone, Antikörper).
Ziel ist es, diese komplexen Zusammenhänge wissenschaftlich zu verstehen. Das Grundlagenwissen der PNI wächst international kontinuierlich. In der praktischen Medizin haben sich verschiedene Ansätze entwickelt, die Körper, Geistund Seele gemeinsam betrachten und unterschiedliche Faktoren in Diagnostik und Behandlung einbeziehen. PNI bildet dabei den biologischen Unterbau, auf den sich anwendungsorientierte Konzepte wie LifestyleMedizin, biologische Medizin und MindBodyMedizin berufen. Der Innsbrucker PNIForscher Christian Schubert verbindet PNI explizit mit Psychotherapie. Praktisch ausgerichtete Psychoneuroimmunologie wird heute vor in mehreren Ländern vermittelt, etwa an der Universidad Favaloro in Argentinien.
Unterschied PNI und kPNI

Kurz gesagt:
PNI = Forschung & Grundlagenwissen
kPNI = klinische Anwendung & Praxis

Ausbildung

Dozent Dr. Leo Pruimboom

Ausbildung/Weiterbildung der KPNI